Diethild Herbolzheimer-Böttner

 DAT-IMP-KON

 

 

 

 

 

 

1949                

geboren in Remscheid

 

Beruf Lebensmittelchemikerin im Ruhestand, Künstlerin

 

 

2002

lebt und arbeitet in Freiburg

1982-1992

Studien in Drucktechniken bei Rolf Loch, Prof. an den Pädagogischen Hochschule Esslingen und Karslruhe (gest. 2009 in Uhingen)

2001-2016

regelmäßige Teilnahme an der Norder – Sommer-Akademie in verschiedenen Bereichen der Malerei und Drucktechniken, seit 2006 Schwerpunkt Radierung bei Eberhard Klauß

2004-2008

Kollegstudium an der Freien Hochschule für Grafik Design und Bildende Kunst in Freiburg bei Ben Hübsch, Günther Holder

2009

Mitglied im Berufsverband bildender Künstlerinnen und Künstler, BBK Südbaden

2016

Mitglied der GEDOK

 

 

  
  

 

 

2008

Einzelausstellung bei der Firma Dachser, Freiburg

2008

Gemeinschaftsausstellung zum Thema Freibuger Münster-Turm, Meckel-Halle Freiburg

2008

Gemeinschaftsausstellung im Rahmen der Regionale 9, Kunsthalle Basel

2010

Gemeinschaftsausstellung abArtig in der Galerie Birkhofer, Gottenheim

2011

Doppelausstellung im Rathaus Schloss Büningen Umkirch 12.01.- 11.03.2011

2011

Einzelausstellung Winzerhof Ebringen, Radierungen

2012

Gemeinschaftsausstellung Kreisparkasse Esslingen-Nürtingen im Rahmen des Kunstwettbewerbs 2012, Kirchheim Teck

2014

Gemeinschaftsausstellung, Miniatur in der bildenden Kunst, dem gedruckten Buche,
Fürstenwalde

2016

Gemeinschaftsausstellung Debut 2016, GEDOK Freiburg mit VHS Freiburg, vhs-galerie

2016

Einzelausstellung im Rahmen der Bötzinger Kulturtage im Weingut Schaffner (Malerei und Radierungen)

2017

Einzelausstellung im Kurhaus Freiamt (Malerei und Radierungen)

2018

Doppelausstellung im Rathaus Schloss Büningen Umkirch "Die Farbe macht den Klang", 16.01.-27.05.2018

2018

Mitgliederausstellung des BBK im T66, Freiburg

2018

20 GEDOK Künstlerinnen zum Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht - Kunst im Plakat“, Meckel-Halle Freiburg und Plakatierung in der Stadt (GEDOK Freiburg in Zusammenarbeit mit der Stelle zur Gleichberechtigung der Frau Freiburg)

 

 

 

 

Auszug aus der Einführung in die Ausstellung „Die Farbe macht den Klang“ im Rathaus Schloss Büningen Umkirch von Kunsthistorikerin Dr. Antje Lechleiter am 24.01.2018:

…….. Diethild Herbolzheimer-Böttner ist in ihrer Acryl- und Eitemperamalerei fasziniert vom Spiel mit der harmonischen Begegnung, Überlagerung und dem Ineinandergreifen von Formen und Farben. Seit 2016 verwendet sie Eitemperafarben, die sie selbst aus Eiern, Leinöl und Pigmenten herstellt. Inzwischen hat sie eine spezielle Wisch- und Kratztechnik entwickelt, welche die letzte Farbschicht transparent macht und damit die darunter liegenden Farbzonen wieder an die Oberfläche holt. Überdies ergeben sich damit innerhalb der Formenschübe auflockernde Strukturen, die der Hermetik geschlossener Farbfelder entgegenwirken. Der Einsatz dieser Technik, der sich punktuell auch in der Acrylmalerei findet, lässt den Betrachter unmittelbar am Malprozess teilhaben und konfrontiert ihn mit den eingesetzten, gestalterischen Mitteln. Mich fasziniert an den Bildern der Künstlerin, dass wir es mit zwei, eigentlich gegenläufigen Aspekten zu tun haben. Zum einen entsteht ein Farbraum, also der Eindruck räumlicher Tiefe durch die erwähnte Überlagerung von transparenten Farbflächen sowie durch die Wirkung der einzelnen Farben, etwa durch das Zurücktreten von dunklem Blau und das Hervortreten von leuchtendem Rot. Zum anderen betont die Künstlerin aber auch die Bildfläche, also die unausweichliche Zweidimensionalität der Leinwand. Dies geschieht durch die klar begrenzten, aber unregelmäßig miteinander verzahnten Bausteine, die über den Bildrand hinausdrängen oder von außen her in die Fläche eindringen.

Die Künstlerin fängt mit einer Farbe an und entwickelt eine Fläche nach der anderen, dabei übermalt sie auch Teile des Bildes wieder. So entwickeln sich der Farbklang und das Formenrepertoire gleichzeitig und intuitiv während des Malprozesses und nicht etwa aus einem konstruktiven Konzept heraus. Das geht soweit, dass die Künstlerin mitunter mit einem Blau beginnt und am Ende zu einem dominierenden Rot-Gelb-Klang gelangt. Der Zufall wird zugelassen, nie wird er aber zum dominierenden Gestaltungsmoment. Das zeigen auch die unregelmäßigen Formstücke, die besonders im Mittelpunkt der Komposition sorgsam ineinander verschränkt sind und dem Bild Stabilität verleihen. Zum Rand hin verschiebt sich die Gewichtung der weich geschwungenen Formen behutsam, sodass aber auch hier ein Gleichgewicht im Asymmetrischen erzielt wird.

Es ist beeindruckend, dass es Diethild Herbolzheimer-Böttner gelingt, ein Formenvokabular zum Einsatz zu bringen, dem nie gegenständliche Assoziationen eingeschrieben sind. Das ist nämlich gar nicht leicht! Was man hingegen assoziieren könnte ist der Eindruck von Bewegungsabläufen. Damit meine ich aber nicht bestimmte Körperbewegungen, sondern eher der Eindruck von Bewegung an sich. Nun weiß ich, dass die Künstlerin ist eine leidenschaftliche Turniertänzerin ist und damit über eine enge Verbindung zu Musik und Rhythmus verfügt. Äquivalente zur Tonalität von Musik mögen sich auch in den Farbklängen ihrer Malerei erkennen lassen und dabei finden wir sowohl Mollklänge als auch ein leuchtendes Dur. Die Grundfarben Rot und Blau kehren häufig wieder, was manchmal an die sakrale Harmonie mittelalterlicher Glasfenster denken lässt. Überdies finden sich sehr ungewöhnliche Farbzusammenstellungen, wie etwa im Bild der Einladungskarte, wo ein zartes Rosa auf ein leuchtendes Orange trifft. Dabei entsteht aber keine Disharmonie, denn die Farbqualitäten befinden sich mit den Farbquantitäten im Gleichgewicht. Das heißt, dass die Größe eines Feldes immer auf die Leuchtkraft und Intensität seiner Farbe, sowie auf jene der Nachbarfelder abgestimmt ist. So ergibt sich eine Bildordnung aus freien, asymmetrischen und ineinander verzahnten Farbformen, die an jeder Stelle des Bildes ganz unmittelbar aufeinander bezogen sind.

Während sich Diethild Herbolzheimer-Böttner früher auf 2-3 große Farbflächen beschränkte, gelangte sie inzwischen zu einem kleinteiligeren Formenrepertoire, das sie zu immer neuen Konstellationen variiert. In Verbindung mit der Mischung und Überlagerung verschiedenster Farbtöne, erleben wir heute in ihren Kompositionen den unerschöpflichen Reichtum von Form und Farbe. ………

 

 

Im Vorfeld zur gemeinsamen Ausstellung in Umkirch wurde folgender Artikel in der Badischen Zeitung veröffentlicht: 

 - Und ja – auch gemeinsam ausgestellt haben die Beiden bereits, ebenfalls in Umkirch und vor fast genau sieben Jahren. "Begegnungen" hatten sie die Premiere damals treffend getauft.-

Link zum Artikel:

 

http://www.badische-zeitung.de/umkirch/von-farbe-klang-und-auch-humor--148450628.html

veröffentlicht am Mo, 22. Januar 2018 auf badische-zeitung.de

 

 

 

Zur Einzelausstellung in Freiamt wurde folgender Bericht in der Badischen Zeitung veröffentlicht:

- Ihre Bilder erschließen sich nicht leicht. Was sie abbilden, ja, ob sie überhaupt etwas abbilden möchten, lässt sich oft nur erahnen, mutmaßen. -

LInk zum Artikel:

http://www.badische-zeitung.de/ein-spiel-mit-farben-und-formen-x1x

veröffentlicht am Fr. 09. Juni 2017 auf badische-zeitung.de

 

 

 

 

 

 

www.diethild-herbolzheimer.de
info (at) diethild-herbolzheimer.de